In  diesem sensationellen Track auf der PubCon in Las Vegas ging es um fortschrittliche Nutzung von Google AdWords – es sind einige gute Tipps dabei und mich freut, dass wir den Großteil bereits genau so machen, wie diese drei Herren vorbeten ;-)

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John Ellis ist CEO von Cresscent Interactive und sprach über “Google Remarketing Optimization

Nur kurz erklärt: Was ist Remarketing? Die Zielgruppe sind User, die kürzlich  auf meiner Website waren – diese User kann man über das AdWords Display Netzwerk nochmal ansprechen.

Es gibt 3 Möglichkeiten, um Remarketing zu nutzen:

  • Visits – wir wollen nicht die Leute, die unabsichtlich auf die Seite kamen
  • Mid-Process – Leute, die z.B. bereits im Warenkorb waren
  • Post-Sale – Leute, die ihren Kauf bereits abgeschlossen haben

Tipps zu Remarketing:

  • Unterschiedlich gestaltete Werbeanzeigen schützen vor Banner-Blindheit bzw. “gelangweilten” Usern
  • Frequency Capping ist die Möglichkeit, dass man die Anzeigenschaltung in einem bestimmten Zeitraum für einen bestimmten User einschränkt – das wird von vielen Werbetreibenden nichtbeachtet, sollte aber eingeschränkt werden
  • Search muss vom Display Netzwerk getrennt werden – und hier natürlich auch Text- und Display, um genaue Aussagen zu treffen bzw. das Budget optimal einzusetzen.
  • Eigene Zielgruppen schaffen: User, die über verschiede Kanäle/Kampagnen kommen, sollen einen eigenen Remarketing Code erhalten als User, die an einer Umfrage zu einem bestimmten Produkt teilnehmen
  • Die einzelnen Zielgruppen sollen auch kombiniert bzw. einzelne Zielgruppen von Kampagnen ausgeschlossen werden
  • Facebook kann auch für Google Remarketing genutzt werden: Bestimmte Zielgruppen werden über das Targeting auf bestimmte Landingpage mit eigenem Remarketing Tag geschickt – danach kann man diese User gezielt über Remarketing ansprechen. Eine zweite Möglichkeit in Facebook ist der Einbau eines Remarketing Codes in den HTML iframe.

David Szetela ist Mitgründer von NoNoyz.com und sprach über “New AdWords Harcore PPC Tactics

Er sprach über die Änderungen beim Geotargeting und gab den Tipp, dass man auch Radien oder Metro Targeting nutzen soll. Die Radien sollen nicht zu knapp bemessen werden, da man sonst viel Potential brach liegen lässt – daher sollte man auch das Metro Targeting in Betracht ziehen.

Topic & Interest Targeting ist nur im Display Netzwerk möglich – man schaltet Werbung auf 1.) Seiten zu einem bestimmten Thema bzw. 2.) dem Interesse der User.

Die Daten für Interest Targeting sind noch nicht sehr ausgereift, da es nur für User funktioniert, die eingeloggt sind – die Basis ist also, was Google über den User weiß.

Beim Topic Targeting sind leider noch viele Placements dabei, die nicht der Zielgruppe entsprechen.

Generell geht der Trend aber in die Richtung, dass sich die User einloggen, da sie die Services von Google nutzen, wie z.B. gmail, Google+, Text & Tabellen, etc. Das Targeting kann damit so interessant werden, wie die Werbeanzeigen bei Facebook, wo man die Zielgruppe sehr genau einschränken kann.

Zwei abschließende Tipps: 1.) Beim Interest Targeting ist es nicht nötig, dass Placements ausgeschlossen werden. 2.) Es sollen auch Kombination erstellt werden bzw. einzelne Interessen ausgeschlossen werden.

Die demografische Zielgruppe könnte bald auch für Search UND Display zur Verfügung stehen.

Brad Geddes ist Gründer von bgTheory.com und brachte einige “Beispiele zur zeitlichen Anzeigenplanung

Der Verkauf von Windeln korreliert beispielsweise mit dem, wann Babys schlafen. Generell gilt, dass sich der CPC an die Zeiten der Conversions anpassen sollte. Also Tageszeiten, Wochentage, aber auch Monate. Wenn z.B. von 7h-9h die Conversion Rate niedrig ist, dann soll man auch in dieser Zeit weniger für den Traffic bieten – wenn die Conversion Rate von 10h-12 h hoch ist, kann man in diesem Zeitraum auch mehr bieten. Dazu muss man sich die jeweilige Zielgruppe genau ansehen und auch einmal über den Tellerrand sehen …

Im Elektronikmarkt kann es z.B. sein, dass die Leute in der Mitte des Monats mehr kaufen, da die Leute hier das Geld überwiesen bekommen. Man kann dafür zwei unterschiedliche Kampagnen mit unterschiedlichen Zielen aufbauen – beispielsweise, sollen sich Leute in jener Zeit des Monats mit schlechteren Conversions auf jeden Fall zum Newsletter anmelden (hier gibt es viele Möglichkeiten um das zu pushen). Wenn die Leute in der Mitte des Monats kaufaffiner sind, gehen die Newsletter mit Angeboten raus. Die E-Commerce Kampagnen müssen dann Mitte des Monats laufen und sollen direkte Verkäufe liefern (natürlich sollen auch hier die User zum Newsletter gewonnen werden).

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