Ich bin gerade auf der PubCon in Las Vegas und werde versuchen, einige Vorträge als Blog-Beitrag zu verfassen – wenn bei diesem vollen Programm die Zeit dazu bleibt ;-)

Alison Zarrella ist Co-Autorin von “The Facebook Marketing Book” von O’Reilly und hat auf der PubCon Las Vegas den Track “Facebook Marketing” gehalten.

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Hier sind einige Statements aus dem Vortrag – vieles ist klar, einiges wurde aus meiner Sicht nicht erwähnt, aber einige gute Anhaltspunkte:

  • Facebook Seiten brauchen exklusive Angebote für die Fans, wie z.B. Rabatte, spezielle Infos (und zwar wirklich exklusive Infos), Contests, …
  • Die Fans sollen aktiv teilnehmen (dürfen) – z.B. mit Likes auf Videos oder Fotos, Umfragen, eigene Postings, etc.
  • Der Content soll zur richtigen Zeit veröffentlicht werden – dann wann die Fans online sind bzw. zu bestimmten Ereignissen/Umständen wie z.B. schlechtem Wetter, etc.
  • Der erste Schritt ist, dass man Fans generiert – hier braucht man eine Welcome Page, wenn möglich mit Fan Gating, um noch mehr potentielle Fans zu überzeugen.
  • Achtet unbedingt auf den Facebook Edge Rank – damit man bei so vielen Fans wie möglich im Newsfeed vertreten ist. Zur Info: Der Edge Rank ist so etwas wie ein Qualitätskriterium – je relevanter, desto höher der Edge Rank und desto mehr Fans sehen die Postings.
  • Generiere Content, zu dem die User auch kommentieren – einfachste Möglichkeit sind das Stellen von Fragen an die Fans.
  • Kommentare sind für den Edge-Rank wichtiger als Likes. Mehr als 2 Milliarden Facebook Posts werden täglich geliked.
  • Regelmäßige Updates – also keine Pause von 1 Monat. Weiter sollen z.B. die Fans lernen, dass man jede Woche am Dienstag etwas gewinnen kann, oder dass jeden Freitag ein Rabatt gepostet wird.
  • Der durchschnittliche FB-User ist mit 80 Seiten, Gruppen oder Events verbunden.
  • 61% der FB-User, die eine Fanpage liken, sagen, dass sie auch von dieser Marke kaufen würden/werden.
  • Man soll über Facebook kein Hard Selling betreiben – das vertreibt die Fans und ist unsympathisch.
  • Die Marke (Logo) soll auf der Fanseite präsent sein (Profilbild, Welcome Page & auch andere Seiten).
  • Die Marke soll nicht geschwächt werden – man soll sich auf eine Facebook Seite konzentrieren (nicht auf fünf unterschiedliche)
  • Cross-Promotion der Inhalte – die Inhalte sollen auch auf Webseite, Twitter, FlickR & Co online sein. – man kann dann z.B. den Traffic von Facebook dorthin leiten.
  • Teilweise können einige Inhalte auch automatisiert veröffentlicht werden (z.B. via HootSuite) – aber nicht alles automatisieren!
  • So einfach wie möglich halten – wenn man z.B. Gewinnspiele macht, dann sollen diese so einfach wie möglich gehalten werden (also keine aufwändigen Foto-Contests).
  • Facebook ist mehr “Spaß”, als die förmliche Unternehmenswebseite – so sollten auch die Inhalte auf Facebook sein (nicht nur ernst).
  • Die offizielle Facebook Seite muss die beste Seite sein – bei großen Marken gibt es immer Fake-Seiten, die nicht offiziell vom Unternehmen ist – man soll sich als offizielle Seite auch von den anderen Seiten abheben. Ein Vorgehen gegen Fake-Seiten sollte gut überlegt sein – ist doch gut, wenn sich auch jemand anderes mit der Marke beschäftigt.
  • Wenn von der eigenen Seite etwas kopiert wird, dann sollte man das als Kompliment sehen und nicht unbedingt gleich dagegen vorgehen.
  • Der durchschnittliche Facebook User hat 130 Fans – Power User haben 1.000+
  • Keine Einschränkungen auf der Facebook Seite – User müssen Postings schreiben können & bei negativer Kritik dürfen diese nicht gelöscht werden, sondern es muss angemessen reagiert werden.
  • Suche Inspiration von Marken anderer Branchen – nicht gerade einfach nur die eigenen Konkurrenten kopieren.
  • Postings sollten geplant werden – die Erstellung eines Content Kalenders hilft (Redaktionsplan)
  • Nur 5% der Betreiber von Facebook Seiten antworten auf Fragen, Postings oder Kommentaren von Usern – unedingt mit den Usern interagieren!
  • User muss man erlauben, dass sie mit der Seite interagieren können
  • Dafür braucht man auch ein ein Monitoring der FB-Seite.
  • Beim Betreiben der Facebook Seite sollte man immer auch an Morgen denken – man soll die Trends beobachten, aber nicht immer nur den Fokus auf den neuesten Hype (z.B. FB Timeline) setzen. Das wichtigste ist der Newsweed – und dass dieser bei den Usern ankommt und mit den Postings interagiert wird.
  • 75% des Facebook Traffics kommt von außerhalb der USA – die Postings sollen ein lokales Gefühl vermitteln – also soll man z.B. Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum in Deutsch ansprechen und Fans aus England in englisch, etc. – hier wählt man beim Posting die Zielgruppe bzw. das Zielgebiet.
  • Weitere nützliche Methoden sind Events/Veranstaltungen, Tagging in Fotoalben, Partner Linking oder @-Mentioning
  • Nutze Tools, wie z.B. Tweetdeck, Hootsuite, CoTweet oder vitrue – dort kann Content auch geplant werden.

Der Vortrag war ganz OK, nicht wirklich was Neues dabei, aber hoffentlich eine Zusammenfassung für Daheimgebliebene ;-)

Übrigens, hier auch ein Artikel von mir mit 25 Tipps & Tricks zur Fan-Generierung.

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