Hier ist der vierte Teil des Interviews mit Robert Basic, eine Inhaltsübersicht gibt es im Intro-Post.

Online-Marketing-Blog.at: Das Bloggen steckt in Österreich trotzdem noch etwas mehr in den Kinderschuhen als in Deutschland. Woran sollte sich die österreichische Bloggersphäre ein Beispiel nehmen? An den Deutschen oder an Amerika und woran nicht?

(c) Rainer Sturm / Pixelio

Robert Basic: Die besten Beispiele findest du immer da, wo es läuft. Da kann man sich am besten orientieren – immer auf gleicher Ebene. Es ist ein Unterschied, wenn jetzt z.B. ein Großkonzern-Mufti bloggt – wenn du das Beispiel nimmst von Sun, da gibt es diesen Berühmten, der immer als Beispiel herangezogen wird „Jonathan Schwartz“, den Vorstandsvorsitzenden von diesem relativ großen Konzern, aus dem IT-Bereich. Den nimmt man gern als Beispiel für die Spitze für einen Head, der sehr vernünftig und sehr gut bloggt. Mit sehr viel Herzblut, was immer sehr wichtig ist, find ich persönlich – aber das ist schwierig für einen Mittelständler, der das übertragen soll auf sich. Nach dem Motto: “Ich bin nicht Sun. Ich biete hier nur Schrauben an und Fließbänder. Was soll ich denn da schreiben für meine Kunden weltweit”, und da sucht man natürlich immer Beispiele unter Gleichen – das fällt dann häufig schwer und wir haben hier wenige Beispiele in Deutschland zu nennen. Das ist immer wieder nur Frosta, die aus dem Lebensmittelbereich kommen, die Tiefgekühltes herstellen. Naturbelassen angeblich, also nichts chemisch irgendwie noch mal aufpoliert. Und wir haben hier das Walter-Saft-Blog, von der Kirstin Walter, die eine ganz kleine Kelterei im Osten von Deutschland betreibt und deren Blog ihr sehr gut hilft im Online-Bereich bekannter zu werden und dadurch auch den Umsatz sehr gut gesteigert hat.

Das sind aber wenige Beispiele, von denen, die sich dann trauen und da ist es halt schwierig für Unternehmer tatsächlich Beispiele zu finden, weil wenn ein Berater kommt, erzählt ihnen irgendwas, ist es immer was anderes, als wenn du einen Firmenkollegen hast von einer anderen Firma, vielleicht sogar aus der gleichen Branche, der dann erzählt wie sie das gemacht haben. Ich glaube, das pusht mehr zum Nachahmen, als alles andere – egal was man über Blogs lesen und schreiben könnte.

2 Antworten zu “Robert Basic Interviewserie (4/7)”
  1. Wir sind gerade dabei unsere Frimengründung mithilfe eines Blogs mit einer open innovation Strategie zu kompinieren! Bis jetzt läuft das Ganze noch nicht lange, aber wir müssen sagen das sehr interessante Beitrage seitens der Leser kommen! Kennst du vielleicht andere Gründer die sowas schon mal gemacht haben, oder gerade machen?

    Hätten gerne ein paar Tipps und Tricks…

    Liebe Grüße aus dem Waldviertel

    Rainer

  2. Hallo Rainer – kenne leider persönlich keine solcher Gründer, wünsche euch aber viel Erfolg bei eurem Projekt … beim Status von 5% habt ihr ja noch etwas vor euch ;-) LG, Thomas

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